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13.04.2018

Migros und Coop testen Licht-Tattoos für Früchte

(20min.ch) - Abfallvermeidung: Kleber und Plastik für Obst und Gemüse könnten ersetzt werden. Coop und Migros prüfen Licht-Tattoos.

Der Detailhandel will dem Plastik an den Kragen. Ein Teil der Raschelsäcke gibt es deshalb nur gegen Gebühr, weil der Verpackungsabfall reduziert werden soll. Ausgerechnet bei Bio-Lebensmitteln ist das schwierig. Das Problem: Sie müssen besonders ausgezeichnet werden und bekommen eine Plastikverpackung oder einen Kleber. Künftig könnte das durch eine Art Laser-Tattoo ersetzt werden.

«Wir überprüfen, wie wir das Verpackungsmaterial bei Bio-Früchten und -Gemüse reduzieren oder ganz weglassen können», sagt Coop-Sprecher Ramon Gander zu 20 Minuten. Die Bio-Kennzeichnung und auch Haltbarkeit müssten sichergestellt sein. «Das Lasern der Produkte ist dabei ein möglicher Ansatz.»

Narbentattoos bei Zitrusfrüchten
Eine neu entwickelte Lasermaschine markiert Früchte und Gemüse direkt auf der Schale. Bio- oder Markenzeichen können so auch ohne Verpackung oder ohne Klebeetikette angebracht werden. Bislang vernarbten die Tattoos bei Zitronen und Orangen und die Markierung verwischte. Inzwischen wurde laut «Bauernzeitung» eine neue Maschine entwickelt, die auch Zitrusfrüchte einwandfrei lasern kann.

Migros hatte das Verfahren bereits intern geprüft, will dies nun aber erneut tun: «Nach wie vor offen ist aber, ob genügend Buchstaben und Zahlen gelasert werden können, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.» Ob und wann diese Technik bei der Migros zum Einsatz komme, sei deshalb aktuell noch offen.

Migros will bis Ende 2020 über 6000 Tonnen an Verpackung einsparen, ist dabei aber nicht ganz auf Kurs. Im vergangenen Jahr hatte Migros insgesamt 56 einzelne Verpackungen «ökologisch optimiert». Die PET-Flaschen des Ice-Tea zum Beispiel enthalten neu 35 Prozent Recycling-PET, was jährlich 75,6 Tonnen Neumaterial einspart. Insgesamt konnte die Migros nach eigenen Angaben bis Ende 2017 rund 3400 Tonnen Verpackungsmaterial optimieren. Damit liegt sie aber unter dem eigenen Zwischenziel von 3750 Tonnen.