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20.11.2020

«Hohe Erwartungen an die Birne Fred®

fred birne

(fruchthandel.de) –In der Schweiz steht die Birne Fred®, Sorte ‘CH 201’ von Agroscope, bereit, um in die neue Vermarktungssaison zu starten. Der dynamische Mengenzuwachs basiert auf den ersten Pflanzungen, die nun in den Ertrag kommen. Das Fruchthandel Magazin sprach mit Michael Weber, Geschäftsführer von VariCom über die Einführung und das Potential der Sorte.

Gabriele Bastian: Geben Sie uns zunächst einen Überblick, über Mengen und Qualität bei der Birne Fred® in dieser Saison. Wann begann die Ernte ?
Michael Weber:Die Ernte hat in der Zentralschweiz, Wallis und Genfersee Gebiet Mitte September stattgefunden. Die Anlagen sind noch sehr jung und stehen bei den Produzenten im 2. bis 4. Standjahr. Aktuell lagern 123 Tonnen bei den Schweizer Lagerhalter. «Ziel ist es, so rasch als möglich, in der ersten Phase der Markteinführung von Fred® eine Menge von 400 Tonnen zu erreichen. Die Anbaufläche ist darauf ausgelegt und die Pflanzungen der Sorte ‘CH 201’ sind bereits abgeschlossen. Die leicht rote Backe von FRED® lässt die Birne attraktiv aussehen. Sie ist jedoch nicht bei allen Birnen vorhanden, da im Gegensatz zum Apfel, mit zunehmender Reife am Baum die Farbe abnimmt. Die gleichmässige, handliche Fruchtgrösse ist beeindruckend und für die Produzenten von Vorteil.

Wie hebt sich das Produkt aus dem übrigen Birnen-Sortiment ab?

Fred® hat eine besondere Konsistenz. Die Birne wird nicht matschig, ist aber saftig. Sie überzeugt in zahlreichen Verkostungen auch traditionelle Nicht-Birnenesser. Das Nachlagerverhalten zu Hause ist selbst bei Raumtemperatur hervorragend. Fred® ist als Frucht sehr attraktiv und eine Bereicherung für das Birnensortiment. Aufgrund der Lagerfähigkeit wird Fred® im Winter und Frühjahr angeboten.

Wie reagieren die Märkte auf die neue Schweizer Birne?
Die Erwartungshaltung seitens der Märkte im In- und Ausland ist hoch. Die Kunden sind motiviert das Sortiment kreativ zu gestalten. Neben den besonderen Eigenschaften der Sorte erhalten wir auch für den Marken-auftritt von Fred® Komplimente. Offensichtlich treffen wir den Zeitgeist der Branche, vom Produzenten über den Handel bis zum Konsumenten.

Nachhaltigkeit ist das Thema in Europa, in vielen Bereichen. Wie sehen ihre Nach-haltigkeits-Strategien aus, z. B. bei Verpackung oder in der Produktion ?
Züchtung und die Lancierung einer neuen Birnensorte ist gelebte Nachhaltigkeit. 18 Jahre, von der Kreuzung bis zum Sortenschutz haben die Forscher daran gearbeitet. Seit 2016 sind wir daran das Markenprofil von FRED® zu gestalten. Eine Birnenanlage kann bis zu 30 Jahre alt werden. Der Baum ist gesund und die Frucht nicht besonders anfällig gegenüber Krankheiten oder Schädlinge. Aus unserer Sicht eignet sich Fred® im Besonderen auch für den Bioanbau. Im Bereich der Verpackung setzen wir klar auf die neuen Entwicklungen, was die Branche an Innovation zu bieten hat, frei von Plastik.

Birnen sind anders als Beeren oder Avocados kein Trendprodukt, obwohl sie vom Geschmack und vom Gesundheitswert ebenbürtig sind. Wie können speziell junge Verbraucher auf Fred® aufmerksam gemacht werden, wie kann der Konsum allgemein gesteigert werden ?
Die Positionierung von Fred® ist auf junge und jung gebliebene, neugierige Verbraucher ausgerichtet. Als unkomplizierte Frucht, die zu allen Gelegenheiten passt, wird die Birne als heimische Obstart neu entdeckt. Der Markenauftritt wird in den nächsten Jahren den steigenden Mengen angepasst, Medienkanäle bespielt und kreative Ideen im Marketing in die Praxis umgesetzt. Birnen sind (noch) kein Trendprodukt. Das steht und fällt mit einer neuen Sorte, wie wir beim Beerenobst und auch bei Avocados erlebt haben.