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16.10.2020

Schon bald Schluss mit ‘Münz und Nötli’?

(organisator.ch) - Führt uns Covid-19 in der Schweiz in eine Rezession? 70 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen meinen: ja. Neben dem sorgenvollen Blick in die Zukunft glaubt aber eine Mehrheit der Unternehmen, dass die Schweiz in fünf Jahren bargeldlos sein wird.

80 Prozent der Schweizer Unternehmen akzeptieren längere Zahlungsfristen, weil sie die Kundenbeziehung nicht gefährden möchten, und weil Zahlungsausfälle massive Auswirkungen auf die Unternehmen haben. So lautet einer der Befunde des Länderreports Schweiz im Rahmen des European Payment Report 2020. Dies ist eine statistische Erhebung des Inkasso-Dienstleisters Intrum AG zum Zahlungsverhalten in Europa und in der Schweiz.

Längere Zahlungsfristen und ihre Folgen
8 von 10 Schweizer Unternehmen sagen, dass sie längere Zahlungsfristen akzeptieren, um ihre Kundenbeziehungen nicht zu gefährden. Das sind 11 Prozent mehr als im europäischen Durchschnitt. Dabei erachten drei Viertel der Unternehmen pünktliche Zahlungen als entscheidenden Faktor für die Bildung und den Erhalt von Vertrauen von Partner und Lieferanten. Doch was haben längere Zahlungsfristen für Konsequenzen? Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (KMU: 54%, grosse Unternehmen: 51%) befürchten Liquiditätsengpässe, die für knapp die Hälfte der KMU (45%) existenzbedrohend sind. Als Folge wird von 44 Prozent der KMU sowie von 49 Prozent der Grossunternehmen weniger Personal angestellt.

Höhere Investitionen in Prävention
Was wäre, wenn dies nicht so wäre? Wenn die Rechnungen der Unternehmen rascher bezahlt würden? 67 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen gaben an, dass ihnen dies Spielraum für die Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsangebotes geben würde, und dass sie Innovation mittels einer digitalen Strategie vorantreiben würden (66%). 59 Prozent würden weitere Mitarbeitende anstellen sowie ihr Marktgebiet geografisch erweitern (64%). Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt liegt die Schweiz bei allen Werten höher: Daher investieren Schweizer Unternehmen auch stärker in präventive Massnahmen als ihre europäischen Pendants, so dass Zahlungsausfälle gar nicht erst entstehen.Prävention wird mittels Bonitätsprüfung betrieben: 40 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen setzen auf diese Massnahme. Ungefähr ein Drittel (36%) nutz Inkasso oder nimmt eine Kreditversicherung in Anspruch (30%). In Europa gab ein Drittel (31%) an, dass sie Vorauszahlungen zur Prävention nutzen, in der Schweiz scheint dies weniger populär zu sein: Lediglich 22 Prozent nutzen in unserem Lande dieses Instrument.

Mögliche Folgen einer Rezession
Befinden wir uns aktuell bereits in einer Rezession? Von den befragten Schweizer Unternehmen gaben 92 Prozent an, dass sich unser Land bereits in einer Rezession befindet oder eine solche innerhalb der nächsten zwei Jahre erwartet wird. Dies sind pessimistische Aussichten, die zur Vorsicht mahnen. 34 Prozent der KMU sowie 30 Prozent der Grossunternehmen wollen daher besonders risikobehaftete Geschäftsbereiche ermitteln und sich weniger verschulden (34%). Zudem reduzieren speziell Grossunternehmen ihre Kosten: 39 Prozent gaben an, dass sie kostensenkende Massnahmen planen.

Bargeldlose Gesellschaft: Schon bald, aber auch mit Risiken
Covid-19 ist ein Treiber für eine bargeldlose Gesellschaft: 69 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen rechnen damit, dass die Schweiz innerhalb von fünf Jahren bargeldlos sein wird. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr und zeigt, dass die aktuelle Krise im Rekordtempo viele Veränderungen vorantreibt. Was sind die möglichen Folgen von dieser Entwicklung? 64 Prozent befürchten operationelle Risiken oder höhere Transaktionskosten (61%), zudem wird das Risiko von Cyber-Angriffen mit 61% als relativ hoch eingeschätzt.